Gewalt in der Familie ist ein Machtfaktor. Er dient dazu, über Partnerschaft und Familie zu herrschen und sie zu kontrollieren.
Häusliche Gewalt ist inakzeptabel.

Ich finde es zudem noch beängstigend, dass sich viele Frauen mit dieser Situation abfinden und als vom Schicksal gegeben hinnehmen.
Es gibt Frauen, die den ersten Schritt, sich ihrem gewalttätigen Partner zu entziehen, bereits getan haben. Sie finden Zuflucht in einem Frauenhaus, bei Freunden oder Verwandten und gehen schlussendlich doch wieder zu ihrem Peiniger zurück.
Weil sie glauben, ökonomisch und sozial abhängig zu sein oder weil die Familie zum Wohle der Kinder nicht zerrissen werden soll. Diese Frauen geben sich eine Mitschuld an den Vorfällen und haben die Hoffnung, dass sich in der Beziehung doch noch alles zum Guten wendet.

Für andere Frauen wiederum sind Isolation, Abwertung des eigenen Geschlechts oder sogar physische Gewalt in Form von Verstümmelungen weiblicher Genitalien ein so selbstverständlicher Teil ihres Lebens, dass sie diese Gewalt ohne zu hinterfragen ihren eigenen Töchter antun und für ihre eigenen Enkelinnen fordern.
Hier werden Opfer gewissermaßen zu Tätern, häusliche Gewalt zu einer endlosen Spirale.

Würgemale, Demütigungen, sexuelle Belästigungen, Psychoterror, Kontrolle von Ausgaben und sozialen Kontakten, Zwangsehen – Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen geht uns alle an. Wir dürfen nicht wegsehen!

Manuela Menkhoff